Die neue, besondere Karte vom Zytgloggeturm in Bern:
Der Spieluhrerker mit seinem drehbaren Bärenreigen.

Nach langen, gründlichen Recherchen und Entwürfen ist die erste drehbare Karte vom Spieluhrerker des Zeitglockenturms, dem Wahrzeichen der Stadt Bern, entstanden. Die Idee stammt von Martin Furer, einem profunden Kenner der historischen Stadt Bern und wurde erstmals zeichnerisch vom Illustrator und Grafiker André Hiltbrunner, Bern, umgesetzt.
 
Auf der Postkarte zeigt die detailgetreue Zeichnung des Spieluhrerkers die kunstvollen, beweglichen Figuren des komplexen Uhrwerks von 1530.
Erstmals wird es mit der vorliegenden, drehbaren Karte möglich, sich den normalerweise rasch bewegenden Bärenreigen von sieben unterschiedlich gestalteten „Berner-Mutzen“ in Ruhe anzuschauen!
 
Diese Karte ist jetzt lieferbar und im Handel zum Preis von Fr. 5.00 erhältlich oder kann hier direkt bestellt werden.


Der Spieluhrerker vom Zeitglockenturm in Bern

Im Zeitglockenturm von Bern befindet sich eines der bedeutendsten Uhrwerke der Renaissance von Europa, welches der Werkmeister Caspar Brunner zwischen 1527 – 30 hergestellt hat. Neben der komplexen Kalenderuhr, einem so genannten Astrolabium, fügte Brunner ein Spielwerk von beweglichen Figuren hinzu, welches er ins Gehäuse eines spätgotischen Erkers setzte.

Bei jedem Stundenschlag setzen sich mehrere bemerkenswerte Kleinfiguren in Bewegung:

So kräht der Hahn flügelschlagend 3 Mal und der Narr schlägt die 4 Viertelstunden an die aufgehängten Glöcklein. Beim Stundenschlag dreht die zentral sitzende Chronosfigur seine Sanduhr und bewegt – scheinbar die Stundenschläge mitzählend - seinen Unterkiefer. Sein Szepter bewegt er ebenfalls im Takt der Stundenglocke. Er wird vom goldenen „Zähringer-Löwen“ flankiert, welcher seinen Kopf synchron mit dem Stundenschlag dreht und mit einem weiteren Regentenstab ebenfalls die Stunden mitzählt. Unter der Chronosfigur erscheinen in rascher Abfolge sieben Bärlein in karussellartiger Aufstellung, sind nur kurz zu sehen und verschwinden wieder im Dunkeln des Gehäuses, um erneut aufzutauchen, solange sich die Standscheibe dreht.

Im Laufe der Zeit veränderte sich das Aussehen und die figürliche Besetzung des Spieluhrerkers mehrfach, vor allem aber bei der Barockisierung des Zeitglockenturms um 1770. Damals wurde die Konsole des gotischen Erkerfusses durch eine geschuppte ersetzt so wie das ganze obere Gehäuse mit den aufwändigen Dekorelementen im späten Louis XV-Stil neu erschaffen.

Martin Furer, Bern 2009

Idee und Konzeption: Martin Furer, Bern
Grafik: André Hiltbrunner
Druck und Herstellung: Bubenberg Druck- und Verlags AG; Bern
Vertrieb und Verkauf: Verlag Einfach Lesen, Bern - www.einfachlesen.ch